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Für die Entschlossenen die Formalitäten zuerst: Voraussetzungen für den Ausbildungsbeginn:
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Doch
was steckt eigentlich dahinter? Nach einem gründlichen
Vorflugcheck
erfolgt mit Fluglehrer der erste Windenstart, bei dem das Segelflugzeug
mit einem ca. 1000 m langen Stahlseil auf eine Höhe von ca.
300-400
m geschleppt wird. Eine Beschleunigung in ca. 3-4 Sekunden auf 100 km/h
und der steile Steigwinkel machen diesen Start beim ersten Mal zu einem
beeindruckenden Erlebnis.
Dann geht’s um das Fliegen lernen, die koordinierte Bewegung des Flugzeuges um die drei Achsen.
In den nächsten Wochen und
Monaten heißt
es dann immer wieder: auf den Horizont achten, Faden gerade?, Vorhalten
und irgendwann nur noch landen, landen, landen.
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Nach
in der Regel 30-70 Starts ist es dann soweit und der angehende Pilot
wird
für fähig gehalten, das Fluggerät auch ohne Fluglehrer
sicher
hoch und vor allem wieder runter zu bringen. Ohne Herzklopfen ist
dieser
Moment wohl noch an keinem Segelflieger vorübergegangen, das erste
Mal da oben ganz auf sich allein gestellt.... Damit der Pilot dort aber
auch wirklich weiß, was er zu tun hat, müssen zuvor zwei
Fluglehrer
unabhängig voneinander die „Alleinflugreife“ bestätigen. |
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Wer
glaubt, nun sei der wichtigste Teil der Ausbildung abgeschlossen, wird
leider bitter enttäuscht werden. Nun geht es erst richtig los! In
Alleinflügen oder mit Fluglehrer werden die fliegerischen
Fähigkeiten
weiterentwickelt: Starts und Landungen bei stärkerem Seitenwind,
der
unter Flugschülern berühmt-berüchtigte „Slip“ (ein
Seitengleitflug
für steile Landeanflüge), die Umschulung auf andere
Segelflugzeugmuster
sowie die Ausbildung in einer anderen Startart, dem Flugzeugschlepp.
Eine Besonderheit des FSV Saarbrücken ist, daß der gesamte Flugzeugpark dem fliegerischen Fortschritt entsprechend in der Ausbildung eingesetzt wird, auch Flugschüler also die Möglichkeit haben, in moderen Kunststoffeinsitzern zu fliegen.
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Die
gesamte praktische Ausbildung im Verein wird von einer theoretischen
begleitet.
Für den Erwerb des Luftfahrerscheins für Segelflug (PPL-C)
sind
außerdem 60 feste Unterrichtsstunden in den Fächern
Meteorogie,
Luftrecht, Technik, Navigation und Verhalten in besonderen Fällen
innerhalb von 4 Jahren vor der Prüfung vorgeschrieben. Diese
werden
i. d. R. im Winterhalbjahr gemeinsam von den Vereinen des Aero-Clubs
Saar
1 x wöchentlich abends angeboten. |
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Der
50 km-Flug stellt i. d. R. die letzte Stufe vor der Prüfung zum
staatlichen Luftfahrschein für Segelflugzeugführer (PPL-C) dar.
Für den Erwerb des Scheins müssen neben den erforderlichen fliegerischen Fähigkeiten folgende formale Voraussetzungen erfüllt werden:
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(DER Schein !) |
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Neben der Tatsache, daß man von nun an in Eigenverantwortung fliegt (und nicht im Zweifelsfall den Fluglehrer mit reinzieht), bedeutet der PPL-C vor allem, daß man sich nun dem widmen darf, was Segelfliegen eigentlich ausmacht, dem Überlandfliegen. Das heißt sich morgens nach Studium des Segelflugwetterberichts eine mehr oder weniger lange Strecke auszusuchen und diese dann im Laufe des Tages mehr oder weniger erfolgreich zu bewältigen. I. d. R. sind die Strecken dabei als Dreiecks- oder Zielrückkehrstrecken ausgelegt. Die geflogenen Strecken können dann bei dezentralen Meisterschaften eingereicht werden, wobei sowohl die zurückgelegte Strecke als auch die Geschwindigkeit, die im Durchschnitt erreicht wurde, gewertet wird. Die Dokumentation erfolgt über Photos von vorher definierten Wendepunkten oder aber zunehmend über eine GPS-gestützte elektronische Flugwegaufzeichnung. Von Marpingen aus werden an
thermisch guten
Tagen von „durchschnittlichen“ Vereinspiloten Strecken über 300 km
geflogen, die längsten liegen i. d. R. über 700 km. (Nach nur
150 km Luftlinie ist man übrigens schon mitten im Schwarzwald!)
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weiter |
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Klar, daß es irgendwann reizt, das Segelfliegen auch in anderen Gegenden auszuprobieren. Dabei lassen sich dann auch die im Saarland kaum anzutreffenden Aufwindarten des Hangaufwinds und des Wellensegelflugs kennenlernen. Immer gilt es aber, sich vor dem Fliegen in unbekanntem Gebiet gründlich von ortsansässigen Fliegern einweisen zu lassen. Bevorzugte Gebiete für Segelflieger sind u. a:
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andere (Flug-)sitten |
Segelfliegen
ist „Sport“, und so gibt es in der Saison eine Vielzahl von
Wettbewerben,
die es ermöglichen, die eigenen fliegerischen Fähigkeiten im
Vergleich zu anderen einzuschätzen. Dabei gibt es zunächst
die
sogenannten "dezentralen Wettbewerbe", bei denen jeder Flug eingereicht
werden kann und nach verschiedenen Wertungsformeln dann über die
gesamte
Saison klassen- oder vereinsweise eine Rangliste erstellt wird (der
FSVS
darf sich rühmen, im Saarland dabei seit Jahren vorne zu liegen).
Neben den dezentralen Meisterschaften gibt es natürlich die zentralen Wettbewerbe, wobei neben den Landes-, Bundes- und internationalen Meisterschaften auch zahlreiche kleinere Wettbewerbe angeboten werden, die auch für Anfänger des Streckenfluges geeignet sind. Bei den Wettbewerben werden den Teilnehmern als Tagesaufgaben bestimmte Flugstrecken vorgegeben, die es in möglichst kurzer Zeit zu bewältigen gilt. Neben den „klassischen“ Dreiecksstrecken setzen sich dabei immer mehr Aufgaben durch, die es den Piloten ermöglichen, ihre Streckenführung den kleinräumigen Wetterbedingungen besser anzupassen (z. B. "Assigned Area Task, AAT"). Die Einteilung der teilnehmenden Segelflugzeuge in bestimmte Klassen oder eine Wertung der Flüge über einen Segelflugzeug-abhängigen Index gewährleistet dabei, daß der Einfluß der Leistung des Segelflugzeugs minimiert wird (Indexliste des DAEC). Bei großen Meisterschaften (Welt-/ Europa-) werden in letzter Zeit mit Hilfe der Satelliten-gestützten Flugwegaufzeichnung und Datenfernübertragung die Flugverläufe ausgewählter Piloten online ins Internet übertragen. So ist es interessierten Segelfliegern möglich, die Bewältigung der Tagesaufgaben von zu Hause aus mitzuverfolgen. Eine gerade für jüngere
Flugschüler
interessante Form des Wettbewerbes sind die Landes- bzw.
Bundesjugendvergleichsfliegen.
Hieran dürfen Piloten und Flugschüler bis 21 Jahren
teilnehmen
und es geht dabei nicht um Streckenflüge, sondern um das
Beherrschen
des Segelflugzeuges unter verschiedenen Flugbedingungen. Das
Bundesjugendvergleichsfliegen
2000 fand auf unserem Fluggelände in Marpingen statt (Sonstige
Aktivitäten).
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Eine kleine Auswahl dessen, was man als Pilot an Berechtigungen und Scheinen noch so ansammeln kann:
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Natürlich gibt es für die, die nach „bleibendem“ Ruhm streben auch Rekorde, die erflogen werden können. Die Rekorde werden dabei unterteilt in
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Und für die, die das ganz große Ziel brauchen: Der Rekord für den längsten Segelflug der Welt liegt derzeit bei 3.008 km, erflogen am 21.01.2003 von Klaus Ohlmann in den Leewellen der Anden. Die Durchschnittsgeschwindigkeit betrug etwa 200 km/h, bei einer Flugzeit von über 15 h. |
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